Eine bewusste Entscheidung
Im Oktober 2019 haben wir uns entschlossen, ein Tiny House zu bauen. Nicht aus einer Laune heraus, sondern weil mein Burnout uns gezeigt hat, dass es so nicht mehr weitergeht.
Ich war ausgebrannt und erschöpft von einem Leben, das sich irgendwie falsch anfühlte. Zu viel Druck, zu viel Besitz und zu wenig Raum zum Atmen. Als ich dann Wochen in der Natur verbrachte, um wieder zu mir zu finden, wurde mir klar, dass wir viel weniger brauchen.
Ein Tiny House war die Antwort. Nicht nur eine Wohnlösung, sondern ein kompletter Neuanfang.
Freiheit
Das wichtigste für uns war die Flexibilität. Ein Tiny House ist mobil. wenn sich unser Leben ändernt, können wir mitgehen. Wir müssen kein Hauskredit abschliessen, der uns für 30 Jahre an einen Ort fesseln würde und auch keine Angst vor einer nächsten Hypothekenrate haben.
Wir wollen frei sein.
Weniger Ballast
Jeder kennt das Gefühl, wenn man in einer Wohnung steht und sich fragt: „Wofür brauche ich das alles eigentlich“. Wir hatten das oft.
Im Tiny House ist kein Platz für überflüssiges. Was wir besitzen, wird einen Zweck haben oder eine Geschichte erzählen. Der Rest kann getrost verschwinden, denn uns wird nichts fehlen.
Im Gegenteil, denn wir würden nur gewinnen, vorallem Klarheit, Zeit und Energie für Dinge, die wirklich zählen.
Raus ins Leben
In einem grossen Haus verbringt man viel Zeit drinnen. im Tiny House würde es einem automatich nach Draussen ziehen. Die Natur würde ein grosser Teil des Alltags werden.
Morgens eine Ovo oder Tee auf der Terrasse. Abends den Sonnenuntergang geniessen. Im Sommer draussen kochen. Im Winter das Holz für den Ofen hacken.
Das Leben würde sich wieder dort abspielen, wo es hingehört: In der Natur.
Bezahlbar
Seien wir ehrlich: Ein klassisches Haus hätten wir uns gar nie leisten können und wollten das auch nicht. Die Vorstellung, jahrzehntelang Schulden abzubezahlen, nur um vier Wände zu besitzen, das war gar nie wirklich unser Traum.
Ein Tiny House hingegen konnten wir mit eigenen Händen bauen – Schritt für Schritt. Mit Materialien, die wir uns leisten konnten ohne die Bank im Nacken zu haben.
Und das beste ist, es gehört uns. Von der ersten Schraube bis zum letzten Holzbrett. Ein wunderbares Gefühl.
Der Anfang von etwas Neuem
Als wir im Oktober 2019 die Entscheidung trafen, wussten wir nicht, was auf uns zukommt. Was wir aber wissen ist, dass wir so wie bisher nicht mehr leben wollen.
Das Tiny House sollte unser Ausweg sein. Unser Weg zurück zu uns selbst und einem Leben, das sich richtig anfühlen sollte.